Seit vielen Jahren werden die Extrakte von Ginkgo-Biloba gegen verschiedene Symptome in der Medizin angewendet. Einige dieser Symptome sind Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Ohrensausen, Schwindel oder auch Kopfschmerzen. Heute liegt der Schwerpunkt bei der Behandlung von Demenz.
Dem aus China stammenden, jahrhunderte alten Heilmittel wird eine durchblutungsfördernde Wirkung und ein positiver Effekt auf die Gedächnisleistung nachgesagt. Dabei sind kaum unerwünschte Nebenwirkungen aufgetreten.
Keine Verbesserungen messbar
Ausgerechnet das will jetzt aber eine von Gruppe US-amerikanischer Mediziner mit einer Studie widerlegen. Dieser Studie zufolge lässt sich der schleichend einsetzende geistige Verfall bei alten Menschen mit Ginkgo-Präparaten nicht verlangsamen.
An der Studie haben sich 3000 Probanden zwischen 72 und 96 Jahren beteiligt, die über einen Zeitraum von sechs Jahren medizinisch begleitet wurden. Die Hälfte der Teilnehmer nahmen wirkungslose Scheinpräparate ein, die andere Hälfte Ginkgo-Präparate. In den verschiedenen Test fanden die Forscher keinen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Gruppen heraus. Das Ergebnis ist also, dass das pflanzliche Präparat weder das geistige Allgemeinbefinden der Teilnehmer verbessert, noch wirkt es sich positiv auf einzelne kognitive Funktionen des Gehirns aus.
Studie gilt aber als umstritten
Gegner sind der Meinung, dass die Studie zu kurz war und auch methodische Schwächen aufgewiesen hat. Ein Nutzen der Präparate kann nur dann aufgezeigt werden, wenn auch erste Konzentrationsstörungen oder Vergesslichkeit diagnostiziert wurden.
Gegen die richtige Altersdemenz ist scheinbar noch kein Kraut gewachsen. Deshalb ist es ratsam, sich mit zunehmendem Alter nicht hängen zu lassen und Körper und Geist durch eine gesunde Ernährung, die ausreichend Vitamine enthält, Bewegung und geistigen Herausforderungen fit zu halten.
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